10 wichtige Regeln für richtig gute Bilder

Was macht gute Fotos aus? Ich möchte dazu mal ein paar Tipps geben und einige Regeln der Fotografie aufzeigen.

Regel 1: “Rules of thirds”

top10-rule_of_thirds.jpg

Die Regel der Drittel. Ein Bild wirkt harmonischer und spannender wenn die Hauptelemente oder markante Linien an eine oder mehrere dieser Drittel liegen. Probiert es einfach einmal aus! Neben den Drittel kommt auch häufig der goldene Schnitt zum Einsatz.

Regel 2: Perspektive ändern

boarden - ohne

Die Normale Sichtweiße, also auf Augenhöhe heraus ist recht langweilig. Das kommt daher das man sich daran schon gewöhnt hat. Wenn man alltägliche Dinge mal aus ganz anderen Perspektiven aufnimmt, z.B. von einer sehr tiefen (wie hier rechts) oder einer sehr hohen Position wird es gleich wieder richtig spannend.
Flickr Beispiel

Regel 3: Symmetrie herstellen

HDR Eisenbahnbrücke I

Unser Gehirn bevorzugt Symmetrien. Durch gezielte Highlights die Asymmetrisch im Bild sind kann man auch noch zusätzlich Schwerpunkte setzen. Vor allem in der Architektur sieht man das öfters.
Das gilt auch teilweise für Portraits: In der Schönheitsforschung spricht man davon das Symmetrische Gesichter schöner wirken (ist allerdings nicht ganz unumstritten).
Auch Muster sind ein beliebtes Motiv und können Spannung erzeugen.

Regel 4: Tiefe erstellen

Paddeln in Norwegen - ein Traum

Tiefenunschärfe erzeugt eine deutliche Spannung im Bild. Dies wird durch eine offene Blende (= kleine Blendenzahl) beim knipsen erreicht.
Flickr Beispiel

Regel 5: “Framing”

Jan Petersen auf der Store Ula

Das Einrahmen des Hauptelements kann durch viele Dinge geschehen: durch einen Torbogen, mehrere Bäume die links und Rechts stehen, oder wie hier im Beispiel durch den dunklen Felsen.
Dadurch wird der Blick automatisch zur Mitte gelenkt. Dies kann übrigens auch mit Schatten an den Rändern erzeugt werden!

Regel 6: Enge Ausschnitte wählen

Durch eine engere Auswahl des Ausschnitts wird die Bildaussage unterstrichen und gleichzeitig dem Auge ein ungewohntes Bild geboten. Das versucht man immer zu erreichen um Spannung aufzubauen.
Flickr Beispiel: 1, 2, 3, 4

Regel 7: Serie von Bilder

Steffi Serie

Ein Serie von Bildern kann auch Spannung aufbauen. Ob man nun beim Sport einen Bewegungsablauf zeigt oder das gleiche Objekt aus verschiedenen Perspektiven. Hier kann man kreativ sein!
Praktisch kann man hier auch gut die “Rules of third” einsetzen: indem man z.B. 3 gleiche Bilder nebeneinander setzt.
Flickr Beispiel 1, 2, 3, 4

Regel 8: Gegensätzliche Bilder gegenüberstellen

Janneke Portrait I

Ein weitere Möglichkeit spannende Bilder zu erstellen sind Gegensätze zu zeigen. Humor ist auch eine gute Möglichkeit. Hier könnt ihr auch richtig kreativ sein! Oben ein Foto einer Person, unten das Frühstück… Links ein Sportler, rechts sein Sportgerät in Nahaufnahme usw. usf.

Flickr Beispiel 1, 2

Regel 9: Licht

Claudia

Ein Foto ist immer das Einfangen von Licht. Man malt sozusagen damit. Entweder mit dem natürlichen Licht oder indem man Blitze nutzt. Strobist ist für letzteres eine sehr gute Quelle.
Auch hier gilt: Spiele damit! Ungewöhnliche Nutzung des Lichtes erzeugt spannende “andere” Bilder.

Regel 10: Breche die Regeln

Und nun die wichtigste Regel von allen: Breche die Regeln.
Je ungewöhnlicher ein Foto ist, je weniger man so etwas schon gesehen hat, desto spannender wird es. Hier sind unter anderem HDRs oder auch die Panographie spannende Beispiele!
Also probiert einmal etwas neues! Viel Spaß dabei!

One comment

  1. Claudia sagt:

    Vielen Dank, Bonsay :D Jetzt kann ich immer online nachlesen, was du mir damals erklärt hast, aber was ich mir, da damals alles neu war, doch nur zu maximal 20% merken konnte. Jetzt kann ich es wieder nachschauen, wenn ich auf gerade versuche, Fotos nachzubearbeiten oder darüber nachdenke, was ich und wie ich es fotografieren will!

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